RatgeberFür ImmobilienmaklerVor der Entscheidung
Immobilien-Leads kaufen oder Eigentümer anziehen? Ein ehrlicher Vergleich
Gekaufte Leads, eigene Leads oder Bekanntheit: was die drei Wege zu Eigentümern leisten, worauf Sie beim Kauf achten und wie sie sich ergänzen.

„Exklusive Eigentümer-Leads in Ihrer Region“: Angebote wie dieses erreichen fast jedes Maklerbüro. Sie klingen nach der schnellsten Antwort auf die wichtigste Frage im Geschäft, nämlich woher der nächste Verkaufsauftrag kommt. Dieser Artikel vergleicht drei Wege zu Eigentümern fair: Leads kaufen, Leads selbst erzeugen und Eigentümer über Bekanntheit anziehen.
Kurz zusammengefasst: Gekaufte Leads bringen schnell Gespräche, oft mit Eigentümern, die Sie noch kennenlernen müssen und die mehrere Makler vergleichen. Eigene Leads aus Website und Anzeigen gehören Ihnen allein. Bekanntheit in der Region wirkt am langsamsten, bringt aber Eigentümer, die Sie bewusst ausgewählt haben. Viele Büros kombinieren die Wege. Beim Kauf von Leads entscheiden Exklusivität, Qualifizierung und eine dokumentierte Einwilligung.
Was ein Immobilien-Lead ist
Ein Lead ist ein Kontakt mit Interesse. Im Maklergeschäft gibt es vor allem drei Arten:
- Verkäufer-Leads: Eigentümer, die zum Beispiel online den Wert ihrer Immobilie ermitteln lassen oder Makler vergleichen wollen. Um diese Kontakte geht es in diesem Artikel.
- Käufer-Leads: Interessenten für Wohnungen oder Häuser, meist aus Portalen und Anzeigen.
- Kapitalanleger-Leads: Interessenten für Anlageimmobilien, oft aus gezielten Kampagnen.
Abgerechnet wird je nach Anbieter pro Kontakt, als Beteiligung an der Provision nach Abschluss oder im Abo mit einer festen Zahl an Kontakten pro Monat.
Weg 1: Leads kaufen
Wann gekaufte Leads gut passen
Gekaufte Leads sind stark, wenn Sie schnell Gespräche brauchen. Typische Fälle:
- Sie starten in einer neuen Region und sind dort noch unbekannt.
- Ihr Team hat freie Kapazität und telefoniert gern und sicher.
- Sie wollen Ihre Pipeline kurzfristig füllen, während andere Maßnahmen anlaufen.
Was Sie dabei bedenken sollten
Ein gekaufter Lead hat Interesse an einer Leistung, etwa an einer Wertermittlung. Ihr Name ist ihm zu diesem Zeitpunkt meist neu. Oft erhalten mehrere Makler denselben Kontakt. Das Gespräch beginnt dann häufig beim Vergleich und beim Preis, und Sie bauen Vertrauen erst im Gespräch auf.
Fünf Fragen vor dem Kauf
- Exklusivität: Wie viele Makler erhalten denselben Kontakt?
- Qualifizierung: Wurde geprüft, ob der Eigentümer verkaufen will, und in welchem Zeitraum?
- Einwilligung: Wie ist dokumentiert, dass der Eigentümer einer Kontaktaufnahme durch Makler zugestimmt hat? Lassen Sie sich das zeigen und im Zweifel rechtlich prüfen.
- Abrechnung: Zahlen Sie pro Kontakt oder pro Abschluss? Rechnen Sie mit Ihrer eigenen Abschlussquote nach.
- Laufzeit: Wie lange bindet Sie der Vertrag, und wie flexibel können Sie die Menge anpassen?
Weg 2: Leads selbst erzeugen
Eigene Leads entstehen auf Ihren Kanälen, etwa über eine Wertermittlung auf Ihrer Website, Google Ads oder Kampagnen in sozialen Medien. Der Vorteil: Jeder Kontakt gehört Ihnen allein, und der Eigentümer hat Ihre Seite schon gesehen. Der Aufwand liegt in Einrichtung, Budget und laufender Steuerung, selbst oder mit einem Dienstleister. Wie Anzeigen und Beiträge zusammenspielen, lesen Sie in PR oder Google Ads.
Weg 3: Eigentümer über Bekanntheit anziehen
Der dritte Weg dreht die Richtung um. Statt Eigentümer zu suchen, sorgen Sie dafür, dass Eigentümer Sie finden und von selbst anrufen. Das gelingt über Empfehlungen, gute Bewertungen, Präsenz im Viertel und Beiträge in Medien, die Eigentümer in Ihrer Region lesen.
Ein Eigentümer, der so zu Ihnen kommt, hat Sie bewusst gewählt. Er kennt Ihren Namen, hat über Sie gelesen und ruft mit einer Erwartung an Sie persönlich an. Das Gespräch beginnt beim Vertrauen.
Dieser Weg wirkt langsamer als ein gekaufter Lead. Dafür bleibt er: Ein Beitrag in einer Zeitung bleibt online, ist über Google auffindbar und kann in KI-Antwortsystemen wie ChatGPT als Quelle auftauchen. Bei Kunert.Concept erscheint der erste Beitrag im Regelfall nach 14 Tagen. Über Annahme und Zeitpunkt entscheidet die Redaktion. Pro Branche und Region nehmen wir je Themenreihe nur eine begrenzte Zahl an Unternehmen auf, mehr dazu unter Regionalschutz.
Die drei Wege im Vergleich
| Leads kaufen | Leads selbst erzeugen | Bekanntheit aufbauen | |
|---|---|---|---|
| Erste Gespräche | schnell | nach Einrichtung der Kampagne | nach einigen Wochen |
| Kennt der Eigentümer Sie? | erst im Gespräch | hat Ihre Seite gesehen | kennt Ihren Namen schon |
| Wer erhält den Kontakt noch? | je nach Anbieter weitere Makler | nur Sie | nur Sie |
| Wirkung nach dem Ende | endet mit dem Kauf | endet mit dem Budget | Beiträge und Ruf bleiben |
| Ihr Aufwand | Nachfassen am Telefon | Kampagnen steuern | Interview und Freigabe |
Warum sich die Wege ergänzen
Auch ein gekaufter Lead googelt Sie, bevor er zurückruft oder einen Termin bestätigt. Was er dabei findet, entscheidet mit, ob aus dem Kontakt ein Auftrag wird. Findet er gute Bewertungen und einen Beitrag in einer Zeitung, die er kennt, beginnt das Gespräch auf einer anderen Ebene. Was Eigentümer bei dieser Recherche sehen, beschreibt Was Eigentümer über Sie lesen, bevor sie anrufen.
So finden Sie die passende Mischung:
- Leads zuerst, wenn Sie kurzfristig Gespräche brauchen, etwa in einer neuen Region.
- Eigene Leads, wenn Sie Budget für Anzeigen haben und jeden Kontakt für sich allein wollen.
- Bekanntheit, wenn Sie mehr Eigentümer gewinnen wollen, die von selbst anrufen, und Ihren Ruf in der Region dauerhaft stärken wollen.
Wie alle Marketingwege für Makler zusammenspielen, zeigt Marketing für Immobilienmakler: Welche Maßnahme wann wirkt.
Häufige Bedenken, ehrlich beantwortet
„Leads sind planbar, Bekanntheit ist es nicht.“ Leads sind planbar in der Menge der Kontakte. Wie viele davon zu Aufträgen werden, hängt von Ihrem Gespräch ab. Bei Beiträgen erhalten Sie zu jeder Veröffentlichung Medium, Datum und Link. Wirtschaftlicher Erfolg bleibt vorab offen, bei Leads wie bei Beiträgen.
„Wir haben schon einen Lead-Anbieter.“ Dann lohnt es sich, die Recherche-Spur zu stärken, die Ihre Leads vor dem Rückruf sehen. Wie sichtbar Ihr Büro heute bei Google und in KI-Antworten ist, prüfen Sie in zwei Minuten mit dem KI-Sichtbarkeitscheck.
„Was bringt ein zusätzlicher Auftrag überhaupt?“ Das rechnen Sie am besten mit Ihrer eigenen Provision durch, im PR-Rechner oder ausführlich in Lohnt sich PR für Immobilienmakler.
Der nächste Schritt
Im PR-Check zeigen wir Ihnen, wie Google und ChatGPT Ihr Büro heute darstellen, mit Screenshot für Ihre Unterlagen, und welche Themen in Ihrer Region frei sind. 30 Minuten, kostenfrei und unverbindlich.
Häufige Fragen
Lohnt es sich für Makler, Immobilien-Leads zu kaufen?
Gekaufte Leads bringen schnell Gespräche mit Eigentümern und passen gut zum Start in einer neuen Region oder bei freier Kapazität. Entscheidend sind Exklusivität, Qualifizierung, eine nachweisbare Einwilligung des Eigentümers und eine Abrechnung, die zu Ihrer Abschlussquote passt. Langfristig ergänzen viele Büros gekaufte Leads um eigene Bekanntheit.
Worauf sollten Makler beim Kauf von Leads achten?
Fragen Sie, wie viele Makler denselben Kontakt erhalten, wie der Eigentümer qualifiziert wurde, wie seine Einwilligung zur Kontaktaufnahme dokumentiert ist, ob pro Kontakt oder pro Abschluss abgerechnet wird und wie lange der Vertrag läuft.
Was ist der Unterschied zwischen gekauften Leads und Eigentümern, die von selbst anfragen?
Ein gekaufter Lead hat Interesse an einer Leistung, etwa einer Wertermittlung, und lernt Sie im Gespräch erst kennen. Ein Eigentümer, der von selbst anfragt, kennt Ihren Namen schon, etwa aus einer Empfehlung oder einem Beitrag in der Zeitung, und hat Sie bewusst ausgewählt.
Wie gewinnen Makler Eigentümer, die von selbst anfragen?
Durch Bekanntheit in der Region und eine überzeugende Recherche-Spur: gute Bewertungen, eine klare Website, Empfehlungen und Beiträge in Medien, die Eigentümer lesen. Bei Kunert.Concept erscheint der erste Beitrag im Regelfall nach 14 Tagen. Über Annahme und Zeitpunkt entscheidet die Redaktion.
Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer vorbehalten. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung. Für Ihren Einzelfall wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.


