RatgeberKI und GoogleAblauf und Zusammenarbeit
Schreiben PR-Agenturen ihre Texte mit KI? Und muss das gekennzeichnet werden?
Wie KI bei uns im Schreibprozess hilft, was die KI-Verordnung zur Kennzeichnung regelt und warum Ihre Aussagen die Grundlage bleiben.

„Schreibt das am Ende eine KI?“ Diese Frage hören wir oft, kurz bevor sich ein Unternehmen für Pressearbeit entscheidet. Dahinter stecken zwei berechtigte Sorgen: dass der Text beliebig klingt und dass er rechtlich als KI-Text gekennzeichnet werden muss. Beides beantworten wir hier offen.
Kurz zusammengefasst: Ja, wir nutzen KI-Unterstützung für den ersten Entwurf. Grundlage ist immer Ihr Interview, wir überarbeiten den Text redaktionell, und Sie geben ihn frei. Nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung entfällt die Offenlegungspflicht, wenn ein Mensch den Text redaktionell geprüft hat und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt.
So entsteht ein Text bei uns
- Interview: Wir sprechen mit Ihnen über Ihr Thema, Ihre Erfahrung und Ihre Einschätzung zum Markt. Ihre Aussagen sind der Rohstoff für alles Weitere.
- Entwurf mit KI-Unterstützung: Aus dem Interview entsteht mit KI-Unterstützung ein erster Entwurf. Die KI ordnet Ihre Aussagen, gibt ihnen eine Struktur und formuliert vor.
- Redaktionelle Überarbeitung: Wir gleichen den Entwurf mit dem Interview ab, schärfen Ihre Kernaussage und richten den Text auf das Medium und seine Leser aus.
- Ihre Freigabe: Sie lesen den Text und setzen Anmerkungen als Kommentar direkt ins Dokument. Die Freigabe geben Sie per Antwort auf unsere E-Mail. Es erscheint nur, was Sie freigegeben haben.
Die Aufgaben sind klar verteilt. Die KI bringt Tempo und Struktur. Von Ihnen kommen Erfahrung, Beispiele und Haltung. Wir bringen redaktionelles Urteil und die Kenntnis der Medien, mit denen wir zusammenarbeiten.

Am Anfang steht das Gespräch: Ihre Erfahrung und Ihre Aussagen sind die Grundlage jedes Beitrags.
Was die EU-KI-Verordnung regelt
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung (AI Act). Der Stichtag gilt auch nach dem Digital-Omnibus unverändert.
Für Texte ist der Kern dieser: Die Verordnung verlangt eine Offenlegung für KI-generierte oder KI-veränderte Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Sie regelt also bestimmte Fälle, statt jeden Text mit KI-Anteil zu erfassen.
Die Offenlegungspflicht entfällt, wenn beides zutrifft:
- Ein Mensch hat den Text geprüft oder redaktionell kontrolliert.
- Eine natürliche oder juristische Person trägt die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung.
Unser Ablauf ist auf genau diese beiden Punkte ausgerichtet: menschliche Überarbeitung, Ihre Freigabe und eine klare Verantwortung für jeden Text. Ob in Ihrem Einzelfall Besonderheiten gelten, klärt eine Rechtsberatung. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Zwei Kennzeichnungen, zwei verschiedene Fragen
Oft werden zwei Regeln vermischt, die getrennt voneinander gelten.
| KI-Offenlegung | Kennzeichnung bezahlter Inhalte | |
|---|---|---|
| Frage dahinter | Wie ist der Text entstanden? | Wurde für die Veröffentlichung bezahlt? |
| Grundlage | Artikel 50 der EU-KI-Verordnung | Trennung von Werbung und Redaktion |
| Wer die Form festlegt | richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen | das Medium |
| Bezug | Herstellung des Textes | Format der Veröffentlichung |
Ein Partnerbeitrag trägt seine Kennzeichnung also unabhängig davon, wie der Text geschrieben wurde. Bei uns wissen Sie vor der Freigabe, in welchem Format Ihr Beitrag erscheinen soll: als redaktioneller Beitrag, als Pressemitteilung oder als gekennzeichneter Partnerbeitrag. Wie Leser eine solche Kennzeichnung wahrnehmen, lesen Sie in Merken Leser, dass ein Beitrag bezahlt ist?.
Warum KI-Entwurf plus Redaktion gut für Sie ist
- Tempo: Der Weg vom Interview zum Entwurf ist kurz. Im Regelfall erscheint der erste Beitrag nach 14 Tagen. Der genaue Zeitpunkt hängt von Ihrer Freigabe und der Redaktion ab.
- Qualität: Die gewonnene Zeit fließt in die Überarbeitung: Thema schärfen, Aussagen abgleichen, Text auf das Medium ausrichten.
- Ihre Stimme bleibt: Grundlage ist Ihr Interview, also Ihre Erfahrung und Ihre Aussagen. Die KI hilft beim Formulieren, die Inhalte stammen von Ihnen.
- Wenig Aufwand für Sie: Sie investieren Zeit für Interview und Freigabe. Text, Einreichung und Nachweis übernehmen wir.
Häufige Bedenken, ehrlich beantwortet
„Dann klingt mein Beitrag wie jeder andere KI-Text.“ Ein Text klingt beliebig, wenn ihm Substanz fehlt. Ihre Beispiele aus dem Markt, Ihre Einschätzung und Ihre Erfahrung aus dem Interview machen den Beitrag unverwechselbar. Wir überarbeiten ihn, bis er nach Ihnen klingt, und Sie prüfen genau das bei der Freigabe.
„Redaktionen wollen doch keine KI-Texte.“ Redaktionen bewerten einen Beitrag nach Relevanz, Richtigkeit und Nutzen für ihre Leser. Darauf arbeiten wir jeden Entwurf redaktionell aus. Über Annahme und Zeitpunkt entscheidet die Redaktion. Lehnt ein Medium ab, bemühen wir uns um eine gleichwertige alternative Platzierung.
„Muss dann ‚KI-generiert‘ unter meinem Beitrag stehen?“ Nach Artikel 50 entfällt die Offenlegungspflicht, wenn ein Mensch den Text redaktionell geprüft hat und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt. Wie der Beitrag als Format gekennzeichnet wird, legt das Medium fest. Das Format kennen Sie vor der Freigabe.
„Kann ich mich auf die Inhalte verlassen?“ Jede Aussage im Beitrag geht auf Ihr Interview zurück. Wir gleichen den Entwurf mit Ihren Aussagen ab, und Sie lesen jeden Text vor dem Erscheinen. Das letzte Wort haben Sie.
Der nächste Schritt
Im PR-Check zeigen wir Ihnen, wie Google und ChatGPT Sie heute darstellen, mit Screenshot für Ihre Unterlagen, und wie ein Beitrag mit uns entsteht. 30 Minuten, kostenfrei und unverbindlich. Wie die Freigabe im Detail läuft, lesen Sie in Freigabe und Kontrolle. Den gesamten Ablauf finden Sie in So läuft Pressearbeit ab.
Häufige Fragen
Nutzt Kunert.Concept KI zum Schreiben der Beiträge?
Ja, als Unterstützung. Aus dem Interview mit dem Kunden entsteht mit KI-Unterstützung ein Entwurf, den Kunert.Concept redaktionell überarbeitet. Der Kunde liest jeden Text und gibt ihn frei.
Muss ein PR-Text, der mit KI-Unterstützung entstanden ist, als KI-Text gekennzeichnet werden?
Artikel 50 der EU-KI-Verordnung verlangt eine Offenlegung für KI-generierte oder KI-veränderte Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Die Pflicht entfällt, wenn ein Mensch den Text geprüft oder redaktionell kontrolliert hat und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt. Für den Einzelfall ist eine Rechtsberatung der richtige Weg.
Ist die KI-Kennzeichnung dasselbe wie die Kennzeichnung als Anzeige oder Partnerbeitrag?
Das sind zwei getrennte Regeln. Die KI-Verordnung betrifft die Entstehung eines Textes. Die Kennzeichnung bezahlter Inhalte trennt Werbung und Redaktion, und sie legt das Medium fest.
Alle Angaben ohne Gewähr, Irrtümer vorbehalten. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung. Für Ihren Einzelfall wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.


